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Kindheitsträume Teil 3: „Couchsurfer-Treffen im Orange County“

posted by Mimi 17. Oktober 2014 2 Comments
Couchsurfer Meetings in the Orange County

Lies Dir Teil 1 und Teil 2 meines Orange County Reiseberichtes durch.

Die Vorteile von Couchsurfing

Es ist nahezu unmöglich sich einen persönlichen Standpunkt über die kulturellen Begebenheiten eines Landes zu
bilden, ohne mit den Einheimischen in näheren Kontakt zu treten. Aus diesem Grunde stand für mich von Vorneherein fest, dass ich mich auch dieses Mal auf ein kleines Couchsurfing-Abenteuer begeben würde. Tief im Inneren erhoffte ich mir, dass es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten weitaus mehr zu entdecken gab, als das, was mir bisher aus den Medien bekannt war. Wer ab und an meinen Blog verfolgt, weiß wahrscheinlich, dass ich bereits einmal die Ehre hatte, durch Marokko zu surfen, aber auch selbst Reisende in meiner Heimatstadt zu hosten.

Allerdings würde ich mich das erste Mal alleine auf eine kleine Expedition in einem mir fremden Land begeben. Manchmal finde ich Gefallen an der Ungewissheit, nicht zu wissen, was einen erwartet. Es hat etwas Faszinierendes, etwas Gewagtes. Wie ich während meiner Zeit in Kalifornien feststellte, bot das alleinige Reisen für mich einen großen Mehrwert: Unabhängigkeit und erhöhte Aufgeschlossenheit gehören neben der ständigen Entdeckungsfreude zweifellos dazu. Bei einem längeren Aufenthalt in Kalifornien hätte ich es sicherlich irgendwann vermisst, mich mit Freunden über Neuigkeiten auszutauschen. Während dieser Woche war dies jedoch nicht der Fall.

Da ich bereits eine Unterkunft in Fountain Valley hatte, freute ich mich „lediglich“ auf kleine Treffen mit lokal Ansässigen. Ich erhoffte mir, dadurch einen vertieften Einblick hinter dieoberflächliche, medienvermittelte Fassade des kalifornischen Lebensstils zu bekommen. Das heißt, mehr über lokale Begebenheiten zu erfahren und an Informationen zu gelangen, welche üblicherweise in keinem Reiseführer zu findensind.

Im Großen und Ganzen ging es mir aber vor allem darum, Menschen einer anderen Kultur kennenzulernen, welche letztendlich zu einem bedeutsamen Teil der Erinnerungen an meine Zeit in Kalifornien werden würden. Zwischenmenschliche Beziehungen positiver Art führen oftmals dazu, dass sogar die banalsten Orte zu eine der schönsten Plätze der Welt werden können. Sie bauen tiefe Verbindungen zu bestimmten Orten auf und lassen sie manchmal verzaubert zurück. Und aus Bekanntschaften werden möglicherweise lebenslange Freundschaften.

Die magische Anziehungskraft des Huntington Beach

Insgesamt waren es fünf Couchsurfer, mit denen ich mich während meines kurzen Aufenthalts in Kalifornien traf. Abgesehen von Matthias, welcher seit einiger Zeit in den Staaten umherreiste und ursprünglich aus einer Region Nähe München kommt, hatten die anderen ihren Wohnsitz Nähe des Huntington Beach.

Treffen mit Karryn & Isaiah

Isaiah ist bereits in verschiedenen Teilen der USA aufgewachsen und halb Koreaner, halb Amerikaner. Er war letztendlich die Person, mit der ich am meisten Zeit in den Staaten verbracht habe. Gegen Nachmittag holte er mich in Fountain Valley ab und wir fuhren zum Huntington Beach, der altbekannten Surf City, wo zahlreiche prominente Surfer und Skateboarder ihr zu Hause haben. Mittlerweile war es vier oder gar fünf Jahre her, seitdem ich das letzte Mal am Strand war. Als Kind träumte ich immer davon, irgendwann einmal am Meer zu wohnen und tagtäglich lange Spaziergänge unter der Sonne zu machen.

Im Ballungszentrum des Huntington Beach befinden sich viele Pubs, Restaurants, Surfgeschäfte und Diskotheken. Bevor wir uns am Strand niederlassen, versorgen Isaiah und ich uns in einem kleinen Kiosk mit kühlem Bier. Da besonders am Strand striktes Alkoholverbot herrscht, fühle ich mich ein wenig wie eine Kleinkriminelle, als wir mit zwei vollgepackten Tüten aus dem Laden treten. Trotzdem ist uns unauffälliges Verhalten heute ein Fremdwort und mit einem gesunden Appetit für eine kleine Portion Illegalität machen wir es uns auf der nächstbesten Wiese am Strand bequem.

Huntington Beach Regulations

Isaiah ist ein sehr umgänglicher als auch kluger Mensch. Es macht unglaublich viel Spaß sich mit ihm über die verschiedensten Themen zu unterhalten oder einfach nur dazusitzen, auf das Meer zu blicken und die Füße im Sand zu vergraben. Irgendwann stößt Karryn, eine weitere Couchsurferin dazu. Sie kommt eigentlich aus Kolumbien und lebt noch nicht lange am Huntington Beach. Karryn hat schon ziemlich viel von der Welt gesehen, und mich packt richtig die Abenteuerlust, als sie uns von ihren Reisen erzählt. Leider muss sie uns schon wieder bald verlassen, da sie eine Party für ihren Freund plant, lädt uns für den Abend allerdings noch in ihren Jacuzzi ein.

Irgendwie haben Isaiah und ich es nicht mehr geschafft, zu Karryn zu gehen, obwohl wir die Einladung liebend gerne angenommen hätten. Nach drei Abenden, die ich mit Isaiah am Huntington Beach verbracht hatte, bekam ich allmählich das Gefühl, dass das Meer eine magische Anziehungskraft auf uns ausübte. Es war einfach unbeschreiblich beruhigend, am Strand zu sitzen und den Gedanken freien Lauf zu lassen – und manchmal auch gar nicht nachdenken zu müssen. Die einzelnen Momenten fügten sich perfekt mit meiner Idealvorstellung über das Leben, wie es öfter sein sollte. Je mehr Zeit ich am Meer verbrachte, desto weniger zog es mich zurück in die Großstadt, in der man täglich von einer unerträglichen Alltagshektik umgeben ist. Deswegen versuche ich die Momente mit aller Kraft festzuhalten und hoffe, dass sie mir nicht eines Tages entgleiten. Manchmal blieben wir so lange am Meer, bis die Küstenwache kam, um die letzten nächtlichen Besucher vom Strand zu vertreiben. Uns haben sie allerdings nie erwischt.

Couchsurfing Orange County

Küstenwächter Courtney

Es klingt vielleicht merkwürdig, doch immer wenn ich die Begriffe „Bratwurst“ oder „schaiiiis Polizei“ höre, muss ich an Courtney denken. Diesen Umstand habe ich möglicherweise unserem Gespräch auf der Heimfahrt im Auto zu verdanken, als er mit deutschen Vokabeln um sich warf, die er von seinen Münchner Freunden auf dem Oktoberfest beigebracht bekommen hatte. Courtney arbeitet als Küstenwächter und ist vielerorts in Kalifornien im Einsatz, wo er oftmals lange Nachtschichten auf Booten schieben muss. Allerdings scheint sein Job ziemlich abwechslungsreich zu sein, da er ständig neue Umgebungen sieht und ab und an auch mal ein Leben rettet. ;)

Wir beschließen, heute Abend in einer Burgerbar am Huntington Beach essen zu gehen. Seitdem ich auf den Geschmack des kalifornischen Burgers gekommen bin, möchte ich nie wieder bei MC Donad’s Burger essen. Besonders beliebt ist hier die kalifornische In-N-Out Burgerkette, wo ihr unbedingt mal vorbeischauen solltet, falls sich mal die Gelegenheit dazu ergibt.

Nach dem Essen treffen wir uns wieder mit Karryn und ihrem Freund. Da wir beim letzten Treffen nicht viel Zeit zum Reden hatten, freue ich mich umso mehr, sie heute wiederzusehen. Gemeinsam laufen wir zum Strand und erzählen uns lustige Reisegeschichten, bis es dunkel wird.

Couchsurfing Orange County

Eine Nacht in Beverly Hills

Hollywood und Beverly Hills gehören definitiv zu eine der vielen Must-See-Places in Kalifornien, weswegen meine Erwartungen an diese Städte ziemlich hoch waren. Doch letztendlich würde es mich nicht wieder zwangsläufig an diese Orte zurückziehen. Was ich vermisste, war das freudige Kribbeln im Bauch, während ich durch die Boulevards schlenderte und die erquickende Euphorie bei der Entdeckung von etwas Außergewöhnlichem. Zu spüren bekam ich besonders in Hollywood stattdessen nur das Gefühl eines überflüssigen Hypes und viele nervige Touristenlocker.

Allerdings durfte ich nach längerer Zeit meinen Cousin Richard wiedersehen, welcher als Kind in Deutschland gelebt hatte und anschließend nach der Scheidung seiner Eltern nach Kalifornien zog. Ich kann mich kaum mehr an das letzte Weihnachten erinnern, an dem die ganze Familie zusammen war. Aus diesem Grund hatte der Besuch in Beverly Hills etwas Schönes an sich, denn so lernte ich ebenfalls seine liebenswerte Freundin Jocelyn und seinen Cousin Huy kennen. Letztendlich war es meine Idee gewesen, nach Beverly Hills zu fahren. Einerseits wollte ich diesen prominenten Ort mit eigenen Augen sehen, andererseits verabredete ich mich mit Matthias, einem Couchsurfer welcher in der Nähe von München lebt und seinem Host Oz, welcher in Downtown L.A. lebte.

Beverly Hills sticht bekanntlich durch seinen hohen Wohlstand hervor. Überall erblickt man Luxusanwesen und Villen, dessen Immobilienwerte stellenweise die Millionengrenze überschreiten müssen. Schön anzusehen ist diese ruhige Gegend allemal – für einen „gewöhnlichen“ Touristen mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen bietet sie in meinen Augen allerdings nicht viel. Allerdings liegt der Reiz bei einem Ausflug nach Beverly Hills wahrscheinlich genau in dem „Erlebnis“, die Grundstücke von zahlreichen Prominenten zu bewundern und sich für einige Augenblicke als Teil dieser wohlhabenden Lebenswelt zu fühlen.

Unser Treffpunkt ist eine Burger-Cocktailbar. Dafür, dass wir uns in eine der reichsten Gegenden des Los Angeles Countys befinden, sind die Getränke und das Essen einigermaßen bezahlbar. Nach einigen Drinks kommen auch schon Matthias und Oz dazu – es sind sehr herzliche, humorvolle Menschen. Matthias erzählt mir, dass er schon seit einigen Monaten in Nordamerika unterwegs ist und zuvor auf einer Ranch in Texas gearbeitet hat. In seiner Freizeit arbeitet er ab und zu als Model. Ich glaube, dass er nach der langen Zeit, die er in Amerika verbracht hat, allmählich seine Heimatstadt vermisst.

Couchsurfing Orange County

All das, was mich bisher in Kalifornien geradezu positiv überrascht hat – insbesondere die Kontaktfreudigkeit, Offenheit und scheinbare Herzlichkeit der Menschen, die ich so oft in Deutschland vermisse – erwies sich innerhalb der zwischenmenschlichen Beziehungen für Matthias leider gelegentlich als nichts Anderes als Affektiertheit und Heuchelei. Das Verrückte ist, dass ich seine Gedanken paradoxerweise ziemlich gut nachvollziehen kann, obwohl ich gerade mal ein paar Tage in Kalifornien verbracht habe. Denn über die Sachen, die er anspricht, habe ich in den letzten Tagen auch schon gegrübelt: die kalifornische Mentalität und der gesamte Lebensstil erschienen mir momentan geradezu makellos, wie ein feingeschliffener Diamant in seiner tadellosesten Form. Doch unterbewusst fragte ich mich, ob es mir nach zwei oder gar drei Monaten in Kalifornien immer noch so ergehen würde. Oftmals übersehen Reisende voller Euphorie für das Unerkundete die Ecken und Kanten, die im Inneren jener Kultur als
Geheimnis gewahrt werden und darauf hoffen, unentdeckt zu bleiben.

Man möchte sich die äußere Fassade, den Glanz bewahren, bis dieser nach einer gewissen Zeit allmählich, aber doch sichtbar verblasst, und nur noch eine raue Oberfläche zurückbleibt, von deren Existenz man lieber nichts gewusst hätte, um das bereiste Land in guter Erinnerung zu wahren und diese mit aller Kraft zu schützen. Obgleich man weiß, dass kein Land, keine Kultur perfekt ist – denn das wäre ja auch ernüchternd.

Leider nehmen schöne Abende leider viel zu schnell ein Ende. Nach 23 Uhr machen wir uns langsam auf den Weg, da Huy noch nach Vegas fahren muss, um am nächsten Morgen früh auf der Arbeit zu sein. Für einen kleinen Abstecher bei der bekanntem Milk Bar in Beverly Hills reicht es allerdings noch, denn hier soll es ziemlich gutes Eis, Kaffee und Kuchen geben. Die lange Schlange vor den Eingangstüren sprechen für sich, sodass ich mir ein wenig so vorkomme, als würde ich bei Hollister anstehen – was nicht gerade ein Bonuspunkt für das Café ist.

Abschied nehmen – Letzter Tag am Newport Beach

Wie schön es wirklich war, merkt man manchmal erst, wenn sich das Herz mit allen Mitteln gegen das Bevorstehende sträubt. Versuche, ihr zu entrinnen, sind ohne Ausnahme erfolglos, denn die Gegenwart lässt sich nicht festhalten – außer in der Erinnerung. Die Zeit ist immer schneller als man selbst, und sie lässt selbst die wundervollsten Augenblicke verblassen. Manchmal aber, tauchen vergangene Bilder unverhofft für kurze Momente vorm inneren Auge auf – und wenn man sie eingefangen hat, führen sie zu einem sanften Lächeln über das, was man erlebt und gesehen hat.

Gespannt warte ich ihm Wohnzimmer des Hauses auf mein letztes Couchsurfer-Treffen mit Jack. Im Fernsehen wird gerade das WM-Spiel zwischen Deutschland und Algerien ausgestrahlt, als es an der Tür klingelt. Jack war erst einige Wochen in Brasilien, um sich dort das WM-Spiel Deutschland gegen USA anzusehen und herumzureisen, und kam erst gestern Abend von seinem Trip zurück. Irgendwie fühle ich mich in seiner Gesellschaft direkt sehr wohl, als er die Tür eintritt und sich bei mir und meinem Vater vorstellt. Es ist sehr einfach, sich mit ihm zu unterhalten, denn er ist sehr offen, unkompliziert und lebensfroh. So verwickeln wir uns während der Autofahrt nach Newport Beach in unterhaltsame Gespräche.

Ich erfahre, dass Jack derzeit als Oberstufenphysiklehrer arbeitet und seine Freizeit größtenteils dem Erstellen von Lehrplänen und dem Korrigieren von Klausuren widmet – dennoch scheint ihm der Beruf trotz der Anstrengungen sehr viel Spaß zu machen. Seine Priorität liegt dabei keineswegs lediglich darin, seinen Schülern die Gesetze der Physik näher zu bringen. Vielmehr geht es ihm beim Lehren um die Förderung der Persönlichkeits- und Weiterentwicklung seiner Schüler und die Unterstützung bei der Verwirklichung ihrer Lebensziele. Ich finde seine Einstellung sehr schön, denn meiner Meinung nach mangelt es in vielen Bildungssystemen oft an einer grundlegenden Vertrauensbasis zwischen Schülern und Lehrpersonen, was durchaus negative Auswirkungen auf die Unterrichtsqualität haben kann. So bestimmen heutzutage strikte Lehrpläne, die innerhalb kürzester Zeit durchgenommen werden sollen, den Unterrichtsablauf und vermitteln Schülern resultierend Zwang statt Motivation zum Lernen. Ich glaube, dass Jack ein toller Lehrer ist, welcher seinen Schülern genügend Freiraum lässt, autonom zu handeln und sich zu selbstständigen Individuen weiterzuentwickeln.

Couchsurfing Orange County

Wahrscheinlich war es unsere beste Entscheidung, an der Strandbar „The District Lounge“ Halt zu machen. Zum einen habe ich hier das Vergnügen, auf den Geschmack des wahrscheinlich köstlichsten amerikanischen Biers zu kommen. High Rise“ ist der Name des Getränkes, und trotz seiner 10% schmeckt es einfach vorzüglich – sogar besser als die deutschen Biere, die ich bisher getrunken habe. Zum anderen lernen wir hier die charmante Barkeeperin Renee kennen, mit der wir uns in lustige Gespräche verwickeln. Ich verspreche ihr, nächstes Jahr wieder vorbeizuschauen, um dann mit ihr eine Jacuzzi Party zu veranstalten.

Voller Kühnheit schleudere ich meine Tasche in den Sand und tapse mit Jack ins Meer, um Erinnerungsfotos zu schießen. Dass das Meer wahrscheinlich keine Rücksicht auf meine kurze Achtsamkeit nehmen wird, kam mir in dem enthusiastischen Moment natürlich nicht in den Sinn. Kaum haben wir die ersten Fotos geschossen, muss ich dabei zusehen, wie eine riesige Welle über meine Tasche schwappt, in welcher sich meine Kamera und mein Handy befinden. Doch für den Spaß, den wir hatten, hat sich das beinahe gelohnt.

Heute ist mir so ziemlich alles egal. Ich möchte ein letztes Mal das Gefühl der Unabhängigkeit und Freiheit spüren, unter den Sternen tanzen und einfach nur leben. Zwanglos, feurig und impulsiv. Es fühlt sich unbeschreiblich surreal an, als ich zum letzten Mal mit Jack am Huntington Beach stehe und auf Isaiah warte. All die Menschen, mit denen ich in den letzten Tagen meine Zeit verbracht habe, haben Huntington Beach zu einem schöneren, für mich sehr besonderen Ort gemacht. Zu unseremOrt, vollgepackt mit wundervollen Erinnerungen an die Zeit in Kalifornien, einen Ort, an den ich zweifellos zurückkehren würde.

Mit keinem Gedanken an den morgigen Kater stoße ich mit beiden auf die Zeit in Kalifornien an und fühle mich federleicht, als wir etwas angeschwipst zum Strand laufen. Für einen langen Augenblick kehrt die kindliche Unbeschwertheit zurück und tausende Bilder durchstreifen meinen Kopf, übernehmen die Kontrolle über meinen Körper, um mich letzten Endes sprachlos zurückzulassen. Da ist mein Papa mit seinen Freunden, welchen ich so glücklich erlebt habe wie noch nie; Renee, die süße Barkeeperin, die Jack und mich nett anlächelt; Isaiah und ich, wie wir am Strand sitzen und zu „Friday I’m in Love“ mitsingen; und dann seh ich meinen Cousin, Jocelyn, Huy und mich auf der Rückfahrt von Los Angeles zu unseren Lieblingsliedern die Highways hinunter düsen.

Mein Herz schlägt schneller, als mir plötzlich bewusst wird, dass mein kleiner Kindheitstraum in Erfüllung gegangen ist. Nun lag ein kleiner Feenstaub über dem Ort, den ich so liebte. Ein letztes Mal vergrabe ich meine Füße im feinen Sand und verabschiede mich leise vom Huntington Beach, mit dem Wissen, bald wieder zurückzukehren.

Huntington Beach

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2 Comments

Svenja 16. Januar 2016 at 18:36

Du hast einen richtig tollen Blog! Ich bin froh, dass du mir über meine FB Seite geschrieben hast, so konnte ich deinen Blog entdecken. Danke schön :)

Wenn ich deinen Beitrag so lese, bekomme ich Fernweh. Ich möchte auch so gern mal nach California und all die anderen tollen Plätze sehen. Aber ersteinmal verschlägt es mich im Februar wieder mal nach New York. Darauf freue ich mich auch sehr :)

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dirk 28. Juli 2016 at 23:01

Sehr gefühlvolle Erzählung, sehr poetische Fotos! Ich fühle mich erinnert an meine Zeit in San Francisco, meine Abenteuer in San Diego und meinen Motorrad-Trip über die Route 66 von Phoenix nach Flagstaff. Worüber ich gerne noch mehr gelesen hätte, wäre der dumpfe Antiamerikanismus vieler „liberaler“ und „linker“ Deutscher, die sich gerne über die naiven Amis lustig machen – was hat es tiefenpsychologisch damit auf sich? Viele Grüsse DerGuteReisende

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